Bûjinkan (=„Gebäude / Tempel des göttlichen Kriegers“)

 

Ninpô (=„Regel / Anleitung des ausdauernd / erduldend Seins“)

 

Taijûtsu (= „Kunst / Technik den Körper zu verändern / bewegen“)

 

 

Bûjinkan Ninpô Taijûtsu als ganzheitliche Kampfkunst deckt durch traditionelles und modernes Training alle Bereiche der waffenlosen Selbstverteidigung ab und bietet auf dem Weg zum Schwarzgurt durch ein 4-Stufen-Programm (Ten Chi Jin Ryakû no Maki und Bûki Waza Basics): 

 

  • Selbstverteidigung anhand von
    • Schlägen (mit Faust, Handkante, Fingern, Kopf und Ellbogen)
    • Tritten (mit den Zehen, Ferse, Fußsohle, Knie etc.)
    • Hebel, Würfen
    • und traditioneller jap. Waffenkunde mit
      • Langstock (Bô), mittellangem Stock (Jô) und Kurzstock (Hanbô)

      • japanische Hellebarde (Naginata)
      • Speer (Yari)
      • Schwert (Tachi, Katana, Wakizashi, Ninjatô etc.)
      • Messer (Tantô)
      • Seil (Hôjôjûtsu) etc.
  • Vermeidung von gefährlichen Momenten und
  • kontrollierter Umgang mit eskalierten Situationen.

 

Zweck des Trainings ist es u.a., die Persönlichkeit weiter zu entwickeln und das Leben durch die Ausübung der Kampfkunst lebenswerter zu gestalten. Dies ist wohl einer der wesentlichsten Unterschiede zwischen Kampfkunst und Kampfsport.

 

Bûjinkan Ninpô Taijûtsu kann von jedermann / -frau erlernt werden - vollkommen unabhängig von Alter, Geschlecht, körperlichen Voraussetzungen oder Erfahrung in anderen Kampfkünsten.

 

Speziell am Anfang des Trainings steht vordergründig der körperliche Aspekt des Trainings durch das intensive und selbständige Erlernen von

 

  • Roll- und Fallschule
  • Basispositionen und
  • grundlegenden Bewegungsabläufen  
    • zur Schulung und Verbesserung
      • der Gesundheit (Beweglichkeit, Kraft und Körperkoordination),
      • des Selbstvertrauen und -wahrnehmung
      • der Trainingseinstellung. 

 

Der Selbstverteidigungsaspekt unserer Kampfkunst entwickelt sich erst auf dieser 1. Stufe aufbauend mit wachsendem Können und Selbstbewusstseins.

 

Einstellung 


Ninpô Taijutsu ist eine Kampfkunst, kein Sport!

 

Das Training erfolgt mit einer Einstellung und entsprechenden Rahmenbedingungen, die realen Konfliktsituationen so nah wie möglich kommen. So wie man trainiert, kämpft man auch. Ninpô Taijutsu ist darauf ausgelegt, sich jeder Situation anpassen zu können, um zu überleben. Das Training gestaltet sich entsprechend.

Viele Inhalte im Bûjinkan Ninpô Taijutsu können nur in angstfreier und lockerer Atmosphäre vermittelt werden. Das trifft vor allem auf das fortgeschrittenen Training zu. Trotzdem legen wir Wert darauf, dass Schüler erfahren wie und warum eine Technik wirkt, und dass sie lernen  können mit Schmerzen umzugehen. Hierfür ist es unerlässlich in manchem Training auch mit einer gewissen Härte zu trainieren, sonst würden wir Gefahr laufen die Kampfkunst zu reinen Bewegungsübungen verkommen zu lassen.

Alle Mitglieder des Bûjinkan Dôjô Grafenwörth sind gleichzeitig Mitglied des Honbu Dôjô Japan und haben sich nach den von Masaaki Hatsumi erstellten Regeln und Richtlinien zu verhalten.

“If you don't like pain, do not study Martial Arts!”

Masaaki Hatsumi, 2004

 


Man sollte möglicherweise ins Training mitbringen:

 

Freude und Interesse an Bewegung, Ausdauer, Gesundheit und traditionellen Kampfkünsten.


Der Kunst des Ninjûtsu und seiner Praktizierenden, die Ninja, wurden seit den 70er Jahren besonders durch schnell produzierte Kampfkunstfilme, sog. Eastern, sehr bekannt.

 

Die Darstellung der Ninja als kaltblütige Mörder und übernatürliche Wesen hatte ihren Ursprung in Sagen und Horrorerzählungen Japans und dessen damals sehr abergläubischen Menschen.

 

Eine weitere Erklärung könnte in einem rollenmäßigen Gegenpart zur Heldengestalt in Theaterstücken und Novellen gesehen werden.

 

Im Gegensatz zu der heute weitläufigen Meinung, die Ninja seien nichts anderes als bezahlte Mörder und Terroristen gewesen, waren sie hochspezialisierte Kämpfer für Sonderaufträge, vornehmlich eingesetzt als Agenten, Kundschafter und militärische Ratgeber.

 

Ihr Wissen um zahlreiche Kampftechniken und ihre zur Erfüllung der Aufgaben notwendige Sonderausrüstung erzeugte schon bald den bis heute ungebrochenen Mythos übermenschlicher Fähigkeiten. Die Notwendigkeit einer strikten Geheimhaltung ergab sich für diesen Personenkreis von selbst. Das historische Wissen über die Ninja und ihre Kunst ist leider bislang noch nicht einmal vollständig bis in die Fachwelt vorgedrungen.

 

Die Differenz zwischen Fiktion und Wahrheit ist mit James Bond und seinem erfindungsreichen Waffenmeister zur Realität der Geheimdiensttätigkeit vergleichbar. Sicherlich finden besonders in dieser Branche technische Hilfsmittel aller Art ein breites Einsatzfeld. Es ist jedoch zu bezweifeln, dass Autos mit Schleudersitzen, Uhren mit Laserwaffen etc. dazugehören.

 

Mehr Informationen zu dem heute als Ninja bezeichneten Personenkreis sind meist in englisch-sprachiger Fachliteratur zu finden.


 

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Zitate:

Bûjinkan:

 

Speziell im Grundlagenprogramm werden am Anfang vorwiegend grundlegende Lehren der Samurai gelehrt.

 

Im  Training wird großer Wert auf Tradition und ein gutes Basisfundament gelegt.

 

Ein Zitat von Soke Masaaki Hatsumi trifft seine Vorstellung genau:

 

"Das Training der ursprünglichen Technik ist wichtig. Mache keine Henka (Variation, Abwandlung), bevor Du nicht die eigentliche Technik erfasst hast!"

 

 

"First we must listen to the Master through his movements, words, silence and then by this way could make our own interpretation. Why being so hurry? Just training and enjoy the practice each day until last breath. Have a nice day."

 

– Shihan Pedro Fleitas

 

 

"Best distance, best timing... only one chance!!"

 

- Shiraishi Sensei

 

 

"Es gibt drei Arten von Budoka: die einen, die stark aussehen wollen, die anderen, die versuchen ihre Technik zu perfektionieren und diejenigen, die bemüht sind, ein besserer Mensch zu werden."

 

– Hatsumi Sensei

 

 

"Bûdô is life. I hope when you all reach your seventies you will understand what I mean by this."

 

- Hatsumi Sensei